Sarah Mindermann (16 Jahre, li.) und Jana Lippke (20 Jahre, re.) sind zwei junge Feuerwehrfrauen aus der Gemeinde. Sarah wechselt gerade aus der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven in Bötersen, kann aber noch zwei Jahre an den Jugendfeuerwehrdiensten teilnehmen. Jana ist bereits seit vier Jahren in Höperhöfen bei den Aktiven.
Beide haben durch ihre Väter erste Feuerwehrluft geschnuppert. Aber bei Sarah gab es noch einen weiteren Faktor, der ihr die Feuerwehr nahegebracht hat: „Ich wollte in der Grundschule unbedingt in die Feuerwehr-AG und bin dadurch dann auch bei der Jugendfeuerwehr gelandet.“ Beide Frauen sind mit zehn Jahren der Jugendfeuerwehr beigetreten, wo sie jeweils eins der wenigen Mädchen der Truppe waren. Trotzdem haben sie es ausprobiert und sind dabeigeblieben, weil es beiden großen Spaß gemacht hat. „Wir machen auch viele Spiele! Die Jugendwarte und Kinder sind alle super freundlich – da braucht keiner Angst zu haben“, sagt Sarah, die sich über weitere Mädchen in der Jugendfeuerwehr freuen würde. Aber selbstverständlich kann man auch der aktiven Feuerwehr beitreten, wenn man bereits älter ist und nicht in der Jugendfeuerwehr war. „Einfach mal hingehen, um zu schauen, ob es was für einen wäre – wir sind alle nett!“, sagt Jana.
Besondere Fähigkeiten muss man dafür nicht haben – aber man sollte teamfähig sein. Denn im Einsatz muss man sich aufeinander verlassen können.
Die Feuerwehrdienste können sehr unterschiedlich sein. Es gibt praktische aber auch theoretische Inhalte. Jana gefällt besonders die Simulation von realistischen Szenarien: „Dabei nehme ich für den Ernstfall am meisten mit.“ Und der Ernstfall kann schneller kommen als man denkt. Jana erinnert sich an ein Ereignis, als sie noch in der Jugendfeuerwehr war: „Bei uns in der Straße hat es einmal gebrannt und ich hätte so gerne geholfen – aber ich durfte noch nicht. Deswegen habe ich weitergemacht. Weil ich mir dachte, wenn hier nochmal was ist, will ich gerne was tun können.“ Sarah sagt auch: „Ich möchten den Menschen helfen. Dafür mache ich das. Feuerwehr ist aber auch ein Stück weit Familie, weil ich kenne hier alle seitdem ich klein bin.“